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Science Fiction

Die Welt von morgen:

Dies ist eines meiner grössten Steckenpferde.

spacedog“Science Fiction” heisst im Grunde nichts anderes als “erfundene Wissenschaft”. Der Roman Frankenstein um den grössenwahnsinnigen Forscher und dessen Monster gehört deshalb nicht wie vielfach angenommen zur Horrorliteratur, sondern in die Welt der Science Fiction: ein Wissenschaftler spielt Gott, und entfesselt eine tödliche, unkontrollierbare Urkraft.
Ein Schicksal, das andere Berufskollegen wie Dr. Moreau, Rabbi Loew und sogar Kapitän Nemo teilen.

Die wenigsten Science Fiction-Geschichten handeln von den berühmten “kleinen grünen Männchen”. Vielmehr hält uns diese Literaturgattung den Spiegel vor’s Gesicht und warnt uns vor Selbstgefälligkeit, Stolz und Übermut.
Auf dem Markt gibt es natürlich auch viel billigen Schund, aber in den besten Stories dieses Genres steckt immer auch ein Körnchen Wahrheit und die Warnung, es nie bis zum Äussersten kommen zu lassen.

Gewissen US-Präsidenten empfehle ich deshalb dringend, etwas mehr SF-Literatur zu schmökern.

Die Welt von Gene Roddenberry:

Am 8. September 1966 hat sich die Welt der Fernsehunterhaltung für immer verändert. Zum ersten mal flimmerte eine Episode der TV-Serie Star Trek über die US-Bildschirme, bei uns besser bekannt als “Raumschiff Enterprise”.

spockbraueBald waren Ausdrücke wie “beamen”, “Phaser” und “Klingonen” ein Teil der Umgangssprache. Die Serie behandelte unter anderem Themen der Rassendiskriminierung, Drogensucht und Umweltverschmutzung - nichts, was damals im öffentlichen Fernsehen ungestraft ausgesprochen wurde.

Star Trek vermochte die Gesellschaftskritik aber derart geschickt hinter Aliens und futuristischer Technik zu verstecken, dass die Zensoren kaum je Einfluss nahmen.

Verantwortlich für diese neue Form von moralisch bildender Unterhaltung war Gene Roddenberry, ein Veteran des Zweiten Weltkriegs, Ex-Polizist und Autor für Polizei- und Westernserien. Star Trek zeigte eine Welt, in der die Menschheit nicht nur auf dem eigenen Planeten in Frieden und Wohlstand lebte, sondern sich auch prächtig mit vielen anderen Wesen aus dem All verstand.

moviebatchCaptain James T. Kirk, sein erster Offizier Mr. Spock und der Schiffsarzt Dr. Leonard “Pille” McCoy haben mit ihren Abenteuern nicht zuletzt eine neue Generation von Wissenschaftlern inspiriert. Eine Umfrage bei der US-Raumfahrtbehörde NASA hat vor einigen Jahren ergeben, dass viele der Mitarbeiter durch Star Trek zur Weltraumforschung gefunden haben.
Unzählige führende Wissenschaftler haben sich über die Jahrzehnte als Fans der Serie geoutet, so auch der “Einstein unserer Zeit” und “klügste Mensch der Gegenwart”, Stephen Hawking, Kosmologe und Professor an der Universität von Cambridge. Ganz so verblödend kann Science Fiction also gar nicht sein.

Star Trek kann mittlerweile auf über vier erfolgreiche Jahrzehnte zurückblicken, mit verschiedenen TV-Serien und einer Kinofilmreihe, die bereits auf ihren elften Teil zusteuert.

Enterprise31
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