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FAQ

Fragen an Radio Eriwan:

sntipptHier einige Fragen, denen ich immer wieder begegne. Falls ihr auch eine brennende Frage habt, die ich beantworten könnte, nutzt doch einfach das Gästebuch, oder den Link zum E-Mail im Impressum.

Herzlichen Dank.

Was ist die spannendere Arbeit - Radio oder Fernsehen?

babylontv
Das ist eine berechtigte Frage, die man aber nicht pauschal beantworten kann. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile. Radio ist schnell, direkt und live, während man beim Fernsehen meistens etwas mehr Zeit braucht, bis ein Beitrag gesendet werden kann.

Ein Beispiel: die Nachrichtenagentur XY berichtet von einem Erdbeben in der Türkei. Beim Radio wird die Nachricht praktisch ohne Zeitverzögerung vom Moderator oder Redaktor verlesen. Beim Fernsehen braucht es je nachdem zuerst einen Korrespondentenbericht und einige Bilder, die zusammengeschnitten werden müssen. Erst dann kann man das Programm mit einem Sonderbericht unterbrechen.

Was ist der Unterschied zwischen Radio- und Fernsehjournalismus?

Der Unterschied ist gar nicht so gross, wie es auf den ersten Blick scheint. Nicht umsonst heisst es: "Radio ist Fernsehen im Kopf". Die Kunst beim Radiomachen besteht darin, mit Geräuschen, Worten oder Musik ein Bild im Kopf entstehen zu lassen. Wenn vor dem geistigen Auge eine Art Film abläuft, hat man schon mal gute Arbeit geleistet.vjkameramann

Beim Fernsehen kommt mit dem Bild eine Ebene hinzu, die beim Radio zuerst künstlich geschaffen werden muss. Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Ein falscher Anschluss beim Schnitt kann den Zuschauer für einige Sekunden derart ablenken, dass er die nachfolgenden Informationen nicht mitbekommt, und damit ist der ganze Beitrag für die Katz'.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitungsjournalismus und elektronischen Medien?

In der Zeitung steht meistens das, worüber Radio und Fernsehen am Tag davor berichtet haben. Der Gehalt an Neuigkeiten ist also nicht unbedingt gross. Die Stärke der Zeitung liegt darin, Hintergrundwissen zu vermitteln.

zeitungDie elektronischen Medien beschränken die Länge eines Beitrags meistens auf zwei bis drei Minuten. In dieser Zeit lassen sich die allerwichtigsten Punkte höchstens anschneiden. Die Zeitung kann dagegen ins Detail gehen. Die Geschichte wird von allen Seiten beleuchtet, man kann einen Kommentar dazu verfassen und wenn das nötige Hintergrundwissen im Artikel keinen Platz hat, wird es in einem nebenstehenden Kasten untergebracht.

Der Zeitungsjournalist ist auch von seinen Quellen unabhängiger. Während der Radio- und Fernsehmacher bei einem Interviewpartner entweder auf Ton, Bild oder beides angewiesen ist, braucht der schreibende Reporter seine Quelle nur zu zitieren. Dass das ein Vorteil sein kann, bestätige ich aus eigener Erfahrung...

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